Person

Dipl.-Wirtl.

Robert Peters

Robert Peters
Lehr- und Forschungsgebiet Wirtschafts-, Sozial- und Technologiegeschichte

Adresse

Raum: B 318

Kackertstraße 7

52072 Aachen

Kontakt

workPhone
Telefon: +49 241 80 96658

Sprechstunde

nach Vereinbarung
 

Persönliche Daten

Robert Peters absolvierte sein Studium in den Fächern Wirtschaftswissenschaften und Literatur- und Sprachwissenschaften an der RWTH Aachen. Für seinen Abschluss als Diplom-Wirtschaftslehrer wurde er von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften mit der Springorum-Denkmünze ausgezeichnet.

Von 2009 bis 2015 arbeitete Robert Peters als studentischer Mitarbeiter im Bereiche Pressearbeit am Hochschulsportzentrums der RWTH Aachen. Zusätzlich war er im Oktober 2014 externer Referent für die NEW AG und ist seit Mai 2015 freiberuflicher Moderator und Publizist.

Seit September 2015 arbeitet Robert Peters als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehr- und Forschungsgebiet für Wirtschafts-, Sozial- und Technologiegeschichte. Seit Frühjahr 2017 bearbeitet das Projekt WiSoTex4.0 der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). In einem interdisziplinären Team entwickelt er in Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen Prognoseszenarien und Handlungsempfehlungen zur digitalen Transformation in Textilindustrie und Textilmaschinenbau.

 

Projekte

Dissertationsprojekte

Reziprozität von Struktur-Akteurs-Beziehungen in innovationsinduzierten Transformationsprozessen: Eine Studie am Beispiel der Nadelindustrie.

Unternehmens- und Branchenstrukturen sind einem permanenten innovationsinduzierten Wandel unterworfen. Etablierte Strukturen bedingen den Handlungsraum für Akteure, sie eröffnen und begrenzen das Spektrum an Handlungsoptionen. Akteure widerum handeln unter strukturellen Einflussfaktoren und reproduzieren und verändern Strukturen in Folge ihres Handels. Das Projekt „Reziprozität von Struktur-Akteurs-Beziehungen in innovationsinduzierten Transformationsprozessen: Eine Studie am Beispiel der Nadelindustrie“ untersucht langfristige technologische und wirtschaftlichen Entwicklungspfade am Beispiel der Nadelindustrie. Dabei werden bestehende innovationstheoretische Konzepte weiterentwickelt.

Während die Region Aachen über Jahrhunderte zu den führenden Produktionsstandorten weltweit gehörte, bildete sich die Branche in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend zurück. Der industrielle Strukturwandel resultierte schließlich in einem völligen Niedergang der Branche. Lediglich einem Unternehmen ist es gelungen, ein langfristig tragfähiges Geschäftsmodell aufzubauen und den Strukturwandel erfolgreich zu gestalten. Die Rhein-Nadel Automation GmbH (RNA) ist heute Weltmarktführer im Bereich automatisierter Zuführtechnik. Damit ist das Unternehmen als Anbieter von Industrie 4.0-Lösungen weltweit ein branchenübergreifender Partner bei der Gestaltung des digitalen Wandels.


Zu den zentralen Fragen des Projektes gehören:
Was sind die wirtschaftlichen und technologischen Gründe für den Niedergang der einstigen Vorzeigebranche? Wie gelang ausgerechnet der RNA der Strukturwandel? Wieso ist den übrigen Nadelherstellern in Aachen diese Transformation nicht gelungen?

DFG Projekt

Wirtschaftsräumliche Implikationen von Industrie 4.0 für die deutsche Textilindustrie (WiSoTex4.).

Die digitale Transformation stellt alle Branchen vor neue Herausforderungen. Auch die deutsche Textilindustrie und der Textilmaschinenbau sieht sich mit neuen technologischen und wirtschaftlichen Fragestellungen konfrontiert. Doch was ist zu tun? Wie können Unternehmen und politische Akteure die digitale Zukunft dieser traditionsreichen Industrie gestalten? Das interdisziplinäre Projekt WiSoTex4.0 der Deutschen Forschungsgemeinschaft befasst sich mit der Entwicklung von Prognoseszenarien für die Textilindustrie in Deutschland im Jahre 2030. Ziel ist die Ableitung von Handlungsempfehlungen für Entscheider in Unternehmen und Politik, für das Management der digitalen Transformation.

Seit Frühjahr 2017 arbeiten das LuF Wirtschafts-, Sozial- und Technologiegeschichte, das Institut für Textiltechnik (ITA) und der Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie in diesem Projekt zusammen. Dabei werden drei Fokusregionen näher untersucht: Aachen/Linker Niederrhein, das westliche Münsterland und Westsachsen/Hof.

Gemeinsam mit rund 50 Partnern aus Industrie und Wissenschaft werden bis Ende 2018 Szenarien und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Anfang 2019 beginnen die drei Institute mit Implementierungsgesprächen in den Fokusregionen.

 

Veröffentlichungen und Vorträge

Veröffentlichungen

  • Daniel, Volker; Peters, Robert. Greece and the media – A qualitative assessment of the news impact on credit conditions in the Greek debt crisis. In (eds.) Peters, Robert; Altmann Philip, “Complexity and Truth”, Special Issue of the Journal of Sociocybernetics 01/2018, ISA RC51, 20 pages. [forthcoming]
  • Peters, Robert, Wenn Historiographie auf Wirklichkeit trifft. Reformation und Wirtschaft am Beispiel der Messingindustrie, in: Frank Pohle/Carmen Roebers/Julia Samp (Hrsg.): Das Ringen um den rechten Glauben. Reformation und Konfessionalisierung zwischen Maas und Rhein. Beiträge zur Tagung Aachen, 21./22. April 2017, Aachen 2018.
  • [gemeinsam mit Cloppenburg, Frederik; Jordan, Jan; Marshall, Philip et. al.] Industrie 4.0 und Digitalisierung in der Textilbranche, in: VDI-Z integrierte Produktion, 160 (5), S. 67-69, 2018.
  • Peters, Robert, Labour Market Regulation and Its Commercial and Economic Impact - A Preindustrial Case Study, WST Working Paper Series 2/2017, SSRN ID 3082826, 2017.
  • Peters, Robert; Lange Horst, Made in Aachen inspiriert Europas Höfe – Eine Mustermappe der Aachener Nadelfabrik Schervier-Migeon, in: AKV Sammlung Crous (Hg.), die Geschichte Aachens in 55 Objekten, Aachen 2017, S.124-127.
  • Thomes, Paul; Peters, Robert; Dewes, Tobias, Wirtschaft. Wissen. Schaffen. 30 Jahre Fakultät für Wirtschaftswissenschaften 1986-2016, Aachen, 2016.

Vorträge und Konferenzbeiträge

  • [gemeinsam mit Jan Jordan und Philip Marschall] Implementation of Digital Techtex Manufacturing Concepts – Interdisciplinary Analysis of Benefits, Risks and Requirements (Conference Paper, 7th International Technical Textiles Congress, 10-12 October, 2018 İzmir-TÜRKİYE).
  • [gemeinsam mit Philip Marschall und Jan Jordan] Ergebnispräsentation WiSoTex4.0 (Vortrag, im Rahmen der Veranstaltung „In Zukunft Arbeiten – Ein Blick in die digitale Arbeit von morgen“, Mittelstandskompetenzzentrum 4.0 – Textilvernetzt / Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, 18. September 2018, Münster).
  • Future expectations of the German textile industry: The role of history at the threshold to the 4th Industrial Revolution. Conference Paper, 45th annual meeting of ICOHTEC “Technology drive from past to future?”, July 17 – July 21, 2018.
  • [gemeinsam mit Paul Thomes] Aus Erfahrung gut? Modellierung zwischen Vergangenheit und Zukunft (Vortrag im Rahmen eines Workshops des DFG-Schwerpunktprogramms "Experience & Expectation", 09.-10. November 2017, Berlin)
  • Labour Market Regulation and its Commercial and Economic Impact: Precursors of the Current Anti-Globalisation Movement in the 17th and 18th Centuries (Conference Paper, European Business History Association's 21st annual congress, 24.-26. August, Vienna)
  • Von mutigen Innovatoren und Religionsflüchtlingen: Die Abwanderung Aachener Messingunternehmer und der vermeintliche Einfluss der Gegenreformation (Vortrag im Centre Charlemagne Aachen, 18. August 2017)
  • Wenn Historiographie auf Wirklichkeit trifft: Reformation und Wirtschaft am Beispiel von Nadel und Messingindustrie (Vortrag, Bischöflichen Akademie Aachen, 21.04.-22.04.2017)
  • Cornelius Chorus: Innovator of Sourcing Strategies and Offshoring. A Modern Capitalist Entrepreneur in the 17th Century? (52nd BHSJ Conference, 8. bis 9. Oktober 2016, Tokyo)
 

Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2016

  • Bachelor Seminar: Let's talk about Money: Der Euro und die Geschichte europäischer Währungsintegration