Geschichte der Aachener Nadelindustrie

 

Reziprozität von Struktur-Akteurs-Beziehungen in innovationsinduzierten Transformationsprozessen: Eine Studie am Beispiel der Nadelindustrie

Unternehmens- und Branchenstrukturen sind einem permanenten innovationsinduzierten Wandel unterworfen. Etablierte Strukturen bedingen den Handlungsraum für Akteure, sie eröffnen und begrenzen das Spektrum an Handlungsoptionen. Akteure widerum handeln unter strukturellen Einflussfaktoren und reproduzieren und verändern Strukturen in Folge ihres Handels. Das Projekt „Reziprozität von Struktur-Akteurs-Beziehungen in innovationsinduzierten Transformationsprozessen: Eine Studie am Beispiel der Nadelindustrie“ untersucht langfristige technologische und wirtschaftlichen Entwicklungspfade am Beispiel der Nadelindustrie. Dabei werden bestehende innovationstheoretische Konzepte weiterentwickelt.

Während die Region Aachen über Jahrhunderte zu den führenden Produktionsstandorten weltweit gehörte, bildete sich die Branche in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend zurück. Der industrielle Strukturwandel resultierte schließlich in einem völligen Niedergang der Branche. Lediglich einem Unternehmen ist es gelungen, ein langfristig tragfähiges Geschäftsmodell aufzubauen und den Strukturwandel erfolgreich zu gestalten. Die Rhein-Nadel Automation GmbH (RNA) ist heute Weltmarktführer im Bereich automatisierter Zuführtechnik. Damit ist das Unternehmen als Anbieter von Industrie 4.0-Lösungen weltweit ein branchenübergreifender Partner bei der Gestaltung des digitalen Wandels.


Zu den zentralen Fragen des Projektes gehören:
Was sind die wirtschaftlichen und technologischen Gründe für den Niedergang der einstigen Vorzeigebranche? Wie gelang ausgerechnet der RNA der Strukturwandel? Wieso ist den übrigen Nadelherstellern in Aachen diese Transformation nicht gelungen?

 

Projekt

Projektbearbeiter: Dipl.-Wirtl. Robert Peters

Start: 09/2015

Status: laufend