Grundsteinlegung im Cluster Photonik auf dem RWTH Aachen Campus

27.06.2014
Grundsteinlegung im Cluster Photonik auf dem RWTH Aachen Campus Urheberrecht: Martin Lux

Im Rahmen eines europaweiten Auswahlverfahrens erhielt der Investor ante4C GmbH, eine Projektgesellschaft unter wesentlicher Beteiligung der Landmarken AG, Aachen, mit dem Architekturbüro KPF - Kohn Pederson Fox Associates, New York - den Zuschlag für den ersten Bauabschnitt des Clusters Photonik auf dem RWTH Aachen Campus, Campus Melaten. Im Juni 2014 beginnen die Bauarbeiten des Gebäudekomplexes, der in unmittelbarer Nähe des Lehrstuhls für Lasertechnik LLT und des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT am Campus-Boulevard entsteht. Die Fertigstellung ist voraussichtlich im vierten Quartal 2015. Das Investitionsvolumen liegt bei circa 13 Millionen Euro.

 

An der heutigen Grundsteinlegung für das Cluster Photonik nahmen Oberbürgermeister Marcel Philipp, Prof. Malte Brettel, Prorektor für Wirtschaft und Industrie, RWTH Aachen University, Prof. Günther Schuh, Geschäftsführer, RWTH Aachen Campus GmbH, Prof. Reinhart Poprawe, Leiter Cluster Photonik, Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT, Ute Willems, Stellvertretende Niederlassungsleiterin, BLB NRW Aachen, und Jens Kreiterling, Geschäftsführer, ante4C Photonics 1 GmbH, mit dem Architekturbüro Höhler + Partner teil.

Jens Kreiterling, Geschäftsführer der ante4C Photonics 1 GmbH, erklärt: „Es ist uns wichtig, ein Gebäude konzipiert zu haben, das nicht nur den heutigen Standards entspricht, sondern auch künftig ausreichend Flexibilität für die Nutzer bietet. Insbesondere wollen wir dies mit dem Zertifikat Silber der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen, DGNB, dokumentieren“. Der Entwurf von Kohn Pederson Fox zeichnet sich im Besonderen durch das flexible städtebauliche Konzept des gesamten Clustergrundstücks sowie durch seine charakteristische Architektursprache aus. Im neuen Gebäude werden verschiedene Nutzungen unter einem Dach vereint. Auf 7.000 Quadratmeter Büro- und Laborfläche werden neue Verfahren zur Erzeugung, Formung und Nutzung von Licht als Werkzeug in der Produktion erforscht und entwickelt. Das Atrium und der Gastronomiebereich mit Außenterrassen bieten Platz für Kommunikation und Wissensaustausch auf kurzem Dienstweg.

„Seit 1985 forschen und entwickeln wir an der RWTH Aachen und am Fraunhofer ILT für industrielle Nutzer der Lasertechnik aus unterschiedlichen Branchen. Das Cluster Photonik und der BMBF Forschungscampus Digital Photonic Production ermöglichen es unseren Partnern, gemeinsam mit uns unter einem Dach zu forschen und so Trends frühzeitig zu erkennen und Synergiepotentiale zu nutzen. Ich bin überzeugt, wir werden mit diesem Konzept der integrierten Forschung und Entwicklung die nächste Evolutionsstufe technischer Innovationen einleiten“, so Prof. Dr. Reinhart Poprawe, Leiter Cluster Photonik, Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT.

Im Cluster Photonik lassen sich Unternehmen nieder, die im Bereich der optischen Technologien Forschung und Entwicklung in enger Kooperation mit der RWTH Aachen und dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT betreiben wollen. Die Themenschwerpunkte liegen in der Lasermaterialbearbeitung, der Lasermesstechnik, der Medizintechnik und in den optischen Strahlquellen. In der Lasertechnik für die produzierende Industrie ist Aachen ein international renommierter und mehrfach ausgezeichneter Standort.

„Wir freuen uns über die Weiterentwicklung auf dem Campus Melaten. Neben den ersten Bauten der Cluster Logistik und Schwerlastantriebe wird der erste Gebäudekomplex des Clusters Photonik das Bild des Campus-Boulevards abrunden“, sagt Prof. Günther Schuh, Geschäftsführer der RWTH Aachen Campus GmbH.

Im Bild von links nach rechts: Ernst Höhler, Karin Höhler, Ute Willems, Prof. Malte Brettel, Prof. Günther Schuh, Prof. Reinhart Poprawe, Jens Kreiterling, Marcel Philipp

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Cluster Photonik

Das Cluster Photonik, eines von sechs Startclustern auf dem RWTH Aachen Campus, ist spezialisiert auf die Erforschung und Entwicklung von Verfahren zu Erzeugung, Formung und Nutzung von Licht, insbesondere als Werkzeug für die industrielle Produktion. Das Licht bzw. der Laserstrahl kann im Vergleich zu anderen Werkzeugen präzise dosiert und gesteuert werden. Ein besonderes Highlight im Cluster Photonik ist der „BMBF Forschungscampus Digital Photonic Production“, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in den nächsten 15 Jahren mit bis zu 30 Millionen Euro gefördert wird.

Der erste Gebäudekomplex des Clusters Photonik entsteht in unmittelbarer Nähe des Lehrstuhls für Lasertechnik LLT und des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT am Campus-Boulevard. In Zukunft werden auf 7.000 Quadratmeter Büro- und Laborfläche neue Verfahren zur Erzeugung, Formung und Nutzung von Licht als Werkzeug in der Produktion erforscht und entwickelt. In der Startphase des Clusters werden circa 120 Wissenschaftler ihre Forschungstätigkeit beginnen. Zusätzlich wird für Mitarbeiter und Besucher ein Gastronomiebereich mit Außenterrassen auf circa 450 Quadratmeter entstehen. Etappenweise wird das Cluster Photonik erweitert, so dass in mehreren Bauabschnitten insgesamt circa 40.000 Quadratmeter Forschungsfläche geschaffen wird.

Der Entwurf von ante4C und KPF ermöglicht eine gestalterische Integration des Themas Licht im Innen- und Außenraum. Das Atrium, das Herzstück des Gebäudes, bringt Licht in das Zentrum des Forschungsbaus und die Fassaden sind mit Lichteffekten individuell gestaltbar. Gleichzeitig erzeugt das Atrium mit Besprechungsräumen, Gastronomieflächen und angrenzenden Außenterrassen eine hohe Aufenthaltsqualität, die den interdisziplinären Austausch zwischen Industrie und Hochschule in Forschung und Lehre fördert. Der städtebauliche Entwurf überzeugt mit der Anordnung der Gebäude auf dem Clustergrundstück und dem Bezug zur umgebenden Landschaft. Beeindruckend ist die Front-Fassade der zwei Gebäude am Campus-Boulevard, die durch eine besondere Dach- bzw. Rahmenkonstruktion beide Komplexe zu einem Gesamtwerk miteinander verbindet. Im Anschluss an das Gebäude am Boulevard schließen sich versetzt angeordnete, modularisierte Gebäude um einen zentralen Platz an, die durch ihre unterschiedlichen Höhen einen dynamischen Rhythmus erzeugen und Blickbeziehungen im Cluster ermöglichen. Der Entwurf kann mit einem Höchstmaß an Flexibilität in den weiteren Bauphasen unterschiedliche Nutzungskonzepte abbilden.

 

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