Forschergruppe 748

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Neuronal and Glial P2 Receptors - Molecular Basis and Functional Significance

Extrazelluläre Nukleotide können zwei Klassen von Membranrezeptoren aktivieren, welche den P2X- und P2Y-Typen zugeordnet werden.

Es gibt sieben bekannte P2X-Untereinheiten (P2X1-P2X7), die nach homomerer oder heteromerer Assemblierung in der Zellmembran Liganden-aktivierte Kationenkanäle formen. Die P2Y-Rezeptoren bilden zehn funktionell gut definierte Subtypen, von denen acht im menschlichen Organismus vorkommen. Alle P2Y-Rezeptoren sind über unterschiedliche heteromere G-Proteine an die üblichen Second-Messenger-Kaskaden angebunden.

Ansprechpartner

Prof. Schmalzing

Name

Günther Schmalzing

Leiter Abt. Molekulare Pharmakologie

Telefon

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+49 241 80 89130

E-Mail

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Die Forschergruppe beabsichtigt, P2Y-Rezeptoren an Neuronen, Gliazellen und an den gemeinsamen neuronal/glialen Vorläuferzellen zu untersuchen.

Es werden die Struktur, Assemblierung, Second-Messenger-Mechanismen und Interaktionswege dieser Rezeptoren erforscht. Da zahlreiche Zellen des Organismus P2X- und P2Y-Rezeptoren besitzen und diese Rezeptoren über variable Wege miteinander interagieren können, müssen die Rezeptortypen als komplementäre Makromoleküle betrachtet werden.

Die Forschergruppe enthält acht Teilprojekte, die naturgemäß nicht alle Aspekte der P2-Rezeptorforschung bearbeiten können. Deshalb konzentriert sich die Gruppe auf die folgenden Schwerpunkte:

Forschungsschwerpunkte

Auf der molekularen Ebene interessieren eher P2X- als P2Y-Rezeptoren, da sich ihre molekulare Architektur von den konventionellen Liganden-aktivierten Rezeptoren unterscheidet.

Wir suchen nach strukturellen Parametern, die gewisse funktionelle Eigenschaften determinieren können. Im Falle der P2Y-Rezeptoren werden wir den Gründen der Agonistenpromiskuität von P2Y12, P2Y13 und P2Y14 nachgehen.

Wir hoffen, danach P2Y-artige Rezeptoren deorphanisieren zu können.

Auf der funktionellen Ebene beschränken wir uns auf P2X- und P2Y-Rezeptoren in Neuronen und Gliazellen (Astrozyten, Müllerzellen, Mikroglia) sowie ihren gemeinsamen Vorläuferzellen.

Obwohl sich alle Projekte mit P2-Rezeptoren auseinandersetzen, fokussieren sich einige eher auf rekombinante, andere eher auf native Rezeptoren.

Als Konsequenz dieser Untersuchungen erhoffen wir neue Erkenntnisse zu gewinnen über die Beteiligung von P2-Rezeptoren bei retinalen Schäden, bei der parkinsonschen Krankheit und bei neurodegenerativen Erkrankungen.

Sprecher

Sprecher der Forschergruppe ist Prof. Dr. Torsten Schöneberg von der Universität Leipzig.

 

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